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Sonntag, 18.11.2012, 19:58

Ich hätte ja gerne einen Garten. Einen kleinen. Nicht so einen riesigen wie die Schwiegereltern. Den man immer und ständig hegen und pflegen muss. 40m2. Mehr müssen es nicht sein. Klein und fein, voller Wiese und einem kleinen Eck für mein eigenes Gemüse. Mah, wäre das schön. Allerdings... nach den letzten Geschehnissen... muss ich das mit dem kleinen Eck für das Gemüse vielleicht noch mal überdenken...

"Schatz!" sag ich zum Toni im Frühsommer, "ich mach uns jetzt ein Pflanzenparadies auf der Loggia. Mit vielen bunten Blumen auf einem Rankgitter. Und mit einer Paradeisstauden. Zum selber ernten. Und selber essen." Der Toni findet meine Idee schön und lässt mich gewähren.

Also eil ich in den Baumarkt, kauf Rankgitter und Blumentöpfe und Blumentopfhalter und Erde und Pflanzen und den Paradeiser. Cocktailparadeiser. Black Cherry. Mah, das wird leiwand. Endlich mein eigenes Gemüse. In einem stylishen Blechkübel. Auf der sonnigen Loggia.
Daheim bohr und schraub ich und pflanz Blumen und Paradeiser in Töpfe und Blumenkästen. Nach einer guten Stunde steh ich mitten im Paradies. Das Rankgitter blüht sechsfach kunterbunt, am Balkongitter ein kleines Blumenmeer und mein Paradeiser! Mah, was wird das für ein schönes Pflanzerl. Und wie uns allen die Ernte erst schmecken wird...

Also irgendwie... diese blöden Blühpflanzen. Ständig muss man zupfen und rupfen und am nächsten Tag sind schon wieder ein paar Blüten reif für die Tonne. Und jeden Tag dieses Gießen. Einmal vergessen und die armen Blumen lassen ihre Kopferl hängen. Mein Philodendron und meine Palmen brauchen nicht soviel Wasser und nicht soviel Rumgezupfe.
Und der Paradeiser. Auch komisch irgendwie. Der treibt aus, in alle Richtungen aber blühen tut er nicht. Ob ich was falsch mach? Ich befrage das schlaue Internet und lese vom "ausgeizen". Unnötige Seitentrieben müssen weg, damit Energie und Kraft für die Blüten und Früchte da sind. Na dann... verstanden! Am Ende des Ausgeizens schaut der Paradeiser aus wie der Skeletor von H-Man. Nun ja, wir werden sehen, was das wird.

Ein paar Wochen später ist unsere Loggia um zwei Blühpflanzen ärmer. Weil mir das Zupfen sowas von zu deppert war. Und die zwei Blümchen irgendwie so schnell vertrocknet sind. Die anderen leben noch. Liegt also sicher nicht sooo an mir. Dafür steht der Paradeiser in vollster Blüte und ich freu mich wie ein Schneekönig als ich die ersten kleinen Knospen erspähe. DAS werden unsere ersten selbst geernteten Paradeiser. Ich bin der Gardenking!! Haha!

Mitte August hängt auf der Loggia ein Rankgitter mit leeren Übertöpfen und das Balkonkisterl hat auch schon ein Pflanzerl weniger. Alle vertrocknet. Verblüht. Von heute auf morgen. Ich schwör's!
Der Paradeiser dafür blüht und blüht und blüht. Und ich geize aus und aus und aus. Aber ernten tu ich nicht. Weil die Paradeiser nämlich nicht gut schmecken. Ganz einfach: der Toni und ich haben eine Loggia, ein Glashaus. Keinen Balkon. Also hab ich da ganz tolle, HELLROTE Dark-Cherry Glashauscocktailparadeiser heran gezogen. So ein Scheiß! Das macht ja gar keinen Spaß. So ein geschmackloser Paradeiser! Auf was soll ich denn da stolz sein? So ein Mist.

Kurz danach fahren der Toni, die Lola und ich auf Urlaub. Und weil auf der Loggia die Vorhänge zugezogen sind und ich der Susi nicht sag, dass aufm Balkongitter ein Pflanzenkisterl hängt... erwartet mich bei unserer Rückkehr vorm Fenster der Tod. Jetzt hab ich also auch die letzten Blumenparadiesbewohner auf dem Gewissen. Ich sollt in Zukunft einfach die Finger von Blühpflanzen lassen. Ich schau zu meinem Philodendron, zieh die Vorhänge zu und lass das Stroh da draußen Stroh sein.
Und weil diese blöden Glashausparadeiser einfach nicht dark werden wollen und auch nicht an einer Geschmacksentwicklung interessiert sind, lass ich auch diese depperte Stauden im Stich. Kein Ausgeizen mehr. Kein Gießen mehr. Kann mich mal, der Paradeiser.

Vorgestern hab ich das ganze Gestrüpp endlich von der Loggia entfernt. Das Stroh vorm Fenster war wirklich ein trauriger Anblick. Der Paradeiser - ein wirklicher Kämpfer. Ich schneid verdörrten Ast um verdörrten Ast ab und staune, dass die noch immer hellroten Paradeiser noch so prall und viel sind. Wochenlang hab ich die Stauden unbeachtet gelassen, sie nicht angefasst. Und die kleinen Früchte strahlen und wirken, als wären sie gerade erst gereift. Ein bisschen hab ich ein schlechtes Gewissen. Die kleinen Paradeiser wollten mir sicher eine Freude machen und wachsen und gedeihen und gut schmecken.

Aber ich erkenne, dass ich keinen grünen Daumen hab. Schon gar nicht für Blühpflanzen. Mein grüner Daumen reicht grad mal für meinen Philodendron. Der ist schon sechs Jahre alt oder noch älter. Und der ist so dankbar und einfach und schön.
Jedenfalls reichen 40m2 Wiese in unserem Vielleichtmal-Garten mit Sicherheit aus. Ist sicher besser so. Für die Pflanzen.

Schluss mit Blog. Guten Abend.


Mittwoch, 12.09.2012, 18:59

Die Lola ist ganz der Papa. Optisch betrachtet. Nicht einmal aus Höflichkeit hab ich mal ein "Jö, ganz die Mama!" gehört. Immer nur "Göö, die hat aber nix von dir? Die ist gauuunz der Toni." oder "Dem Papa wie aus dem Gesicht geschnitten!". Jo, bitte. I weiß es eh.

Je älter und kommunikationsfähiger die Lola allerdings wird, desto besser zeigen sich ihre charakterlichen Eigenschaften und ihre Vorlieben. Und ja, was soll ich sagen? Die sind nicht alle "gauuunz der Toni". Im Gegenteil. Die Lola mag Make Up. DAS hat sie sicher nicht vom Toni. Ha. Wenn ich im Bad steh, schaut mir die Lola genau zu, was ich da mach. Sie weiß auch wann meine Wimpernzange zum Einsatz kommt und dann gehts los. "Da! Daaaa!" Vollkommen aufgeregt zeigt sie dann auf mein kleines Must have und gibt keine Ruhe, ehe sie es nicht in die Finger bekommt und mir zeigt, was sie schon gelernt hat und fast schon profihaft damit hantiert.
Schwing ich dann den Puderpinsel über mein Gesicht, muss ich auch der Lola ihr Gesicht abpinseln, sonst gibts Saures.

Mit Schuhen und Hüten verhält es sich ähnlich. Am liebsten würd die Lola den ganzen Tag in ihren Sandalen oder Crocs herum laufen und wehe, der Fahrradhelm fällt mal aus seinem Versteck. Die Lola MUSS den aufsetzen denn Sicherheit geht ja bekanntlich vor. Und der schaut auch noch so schick aus, so pink und mit Glitzer. Keine Chance, ihr den weg zu nehmen.

Charakterlich hat die Lola wohl die weniger schmeichelhaften Mamaseiten geerbt. Ungeduld und Jähzorn zum Beispiel. Lässt sich das Laufwagerl nicht auf die Couch hieven oder das WasAuchImmer nicht aus seiner Verpackung befreien ist Feuer am Dach. Dann wird die Lola laut und rot und grantig. Einen schönen Spiegel hält sie mir da hin wenn ich so zurückdenk, als ich noch so klein und lieb und jähzornig war.

Aber den größten Beweis, dass die Lola doch "gauuunz die Mama" ist, hat sie mir heute geliefert... :)

Die Lola und ich verlassen die Elli und die Lucy und begeben uns zum Aufzug. Als die Türe aufgeht, bleibt die Lola wie angewurzelt stehen und starrt nach oben. Sie starrt in ein Männergesicht mit dunklen Haaren und ich kann sie nur noch in den Lift schieben und selber(!!!) die Aufzugstaste drücken.
Das Männergesicht lächelt die Lola an und sagt Hallo zu ihr. Die Lola starrt weiter und zeigt dem hochgewachsenen Feschak geistesgegenwärtig ihre Duplofigur, die sogleich bewundert wird.

Während die Lola so ganz verliebt drein schaut, begutachte ich den ersten Schwiegersohnanwärter. Zirka 1,80 und um die 30, dunkles Haar, schlank, gut gekleidet. Fesch. Und offensichtlich einer von den Netten. Natürlich nix gegen meinen Toni aber frau darf doch objektiv betrachten, oder? Keine Frage, die Lola hat eindeutig meinen Geschmack. Nämlich einen guten.

Die Aufzugstür geht auf und ich schieb die Lola wieder bei der Tür hinaus. Dieses Mal rückwärts weil sich die Lola immer noch nicht bewegen kann. Oder will. Während uns der Feschak die erste Tür aufhält und ich der Lola die zweite, macht die Frischverliebte keine Anstalten, sich auf den Weg in die Garage zu machen, sondern starrt lieber weiterhin in die Höhe.
Ich schlage dem Netten vor, doch einfach raus zu gehen weil das hier noch etwas dauern kann. Daraufhin lächelt dieser die Lola an und sagt zu ihr, dass sie doch gemeinsam zur Tür rausgehen können. Er macht einen Schritt und die Lola erwacht aus ihrer Starre und geht ihm sogleich nach. Plötzlich hat sie es ziemlich eilig. Allerdings trennen sich nach der Türe unsere Wege, der Feschak geht links, wir müssen rechts. Die Lola interessiert das aber nicht und sie rennt mir einfach davon, immer dem hübschen Mann hinterher.

Als die Lola endlich stehen bleibt, dreht sich der nette Kerl noch einmal lächelnd um und winkt der Lola. Die Lola winkt zurück und sagt Baba. Sie dreht sich zu mir um und läuft grinsend auf mich zu.

Naja, doch auch ein bissl gauuunz die Mama.

Schluss mit Blog. Guten Abend.


Samstag, 28.07.2012, 19:04

Ich hatte mal eine Wohnung mit Garten. Das war schön. Der Garten war sogar größer als die (Einzimmer)wohnung. Verkehrte Welt. 36m2 Wohnung. 40m2 Garten. Zum Garten dazu gab es damals einen Elektrorasenmäher. So wurde ich zum Rasenmähjunkie. Ja, mir macht Rasen mähen Spass. Ich find das total lustig und nebenbei sieht man auch noch, was man geleistet hat. Schön ist das.

Die Gisi und der Paul, die weltbesten Schwiegereltern, weilten bis heute zwei Wochen in Gmunden. Und überließen uns Haus und Garten. Für den Toni seine 30er Feier. Und für die Lola und mich samt Freundinnen mit Babyleins und Zeit zur Poolbenutzung. Sag ich ja, die weltbesten Schwiegereltern.

Und weil die weltbesten Schwiegereltern so nett und lieb sind, wollten der Toni und ich auch nett und lieb sein. Und den vor sich hin wuchernden Rasen mähen. In einem etwas größeren Garten. Und mit einem etwas anderen Rasenmäher. Die Gisi und der Paul nennen nämlich 600m2 begrünte Fläche ihr Eigen. Und einen Benzinrasenmäher.

Während der Toni die schläfrige Lola in ihr Bett bringt, starte ich voller Tatendrang Richtung Gartenhütte. Ich blicke auf ein Monstrum von Rasenmäher und tu mir schon ein bissl schwer beim rausbefördern des Selbigen. Etwas unhandlich, das Ding. Aber wenn es mal gestartet ist, sicher ein Kinderspiel. Ächzend schiebe ich den Grasfresser zur hintersten Stelle des Gartens um mit meiner Entspannungsübung zu beginnen. Ich inspiziere meinen Benzin betriebenen Gehilfen und entdecke zwei Bügel und eine Schnur. Ganz klar: Bügel zusammendrücken und fest an der Schnur ziehen. Rr, Rr, Rrr, macht der Rasenmäher. Wie ein kleines, schnurrendes Kätzchen. Aber sonst passiert nichts. Also fester dran ziehen.

Nach ein paar Minuten ziehen, mit den ersten Schweißperlen auf der Stirn und einem Grinsen im Gesicht, schreib ich dem Toni eine SMS, dass ich das Ding ja nicht mal starten kann. Typisch. Aber ich gebe nicht auf und zieh und zieh an dieser Scheissschnur. Endlich. Endlich rattert der Benzinmotor los. Und dann macht dieses Monster mit mir, was es will. BRRRRRR! Mit beiden Händen klammer ich mich an den Griff, während mich das tollwütige Katzerl Richtung Tannen-/Fichteneck zieht. Oh Gott, was mach ich bloß? In meiner Überraschung gefangen, ramme ich meine Fersen in die Wiese und zerre mit aller Kraft an dem Ungetüm in die Gegenrichtung. Vier tiefe Furchen hinterlässt meine Aktion, somit ist klar - des funktioniert net. Geistesgegenwärtig lasse ich endlich die beiden Bügel los und das Ding stirbt ab.

Ratlos und noch mehr verschwitzt schau ich ziemlich deppert drein. Was ist denn das für ein Drecksrasenmäher? Wie soll man mit dem Ding denn gescheit mähen, geschweige denn sicher? Aber ich wäre nicht ich, würd ich den Kampf nicht eröffnen, mit eisernem Willen, diesen auch zu gewinnen. Blödes Ding, wäre ja gelacht.
Ich schiebe meinen Kontrahenten also erneut in Position und fang den Tanz von vorne an. Während das Teil anstartet, schieb ich den entdeckten Geschwindigkeitsregler vom Hasensymbol auf die Schildkröte. Der Mäher wird leiser und langsamer und schon hab ich ein bissl die Oberhand. Ich werde gewinnen!!

Ein paar Minuten lang tanzen der Rasenmäher und ich in einem leicht bockigen aber durchaus effektiven Rhythmus über den Rasen und das erste Fleckerl g'mahter Wiesen schaut vielversprechend und sehr gepflegt aus. Und dann ist Ende. Motor aus. Klar, Auffangkorb leer, das ist mir klar. Voller Know How klick ich den Korb aus, entleer das duftende Gut über dem Kompost, häng den Korb wieder ein und weiter gehts.
Während des Startens wird aus der Schildkröte wie durch Zauberhand wieder der Hase. Der zieht mich in meiner erneuten Überraschung gnadenlos Richtung Fichte. Und weil ich auch dieses Mal wieder ein bissl brauch um zu schalten, lass ich es geschehen und renn mit halb geschlossenen Augen und zur Seite gedrehtem Oberkörper durch diese depperten Nadeln. Aua. Aua. Das reicht mir aber nicht und ich mach das gleich ein zweites Mal bis ich endlich wieder die Hände von den Bügel nehm. Ich schreib dem Toni eine SMS, dass dieses Ding mit mir macht, was es will und dass ich den Rest wohl nicht alleine schaffe.

Während ich auf den Toni warte, wunder ich mich, wieso dieses Höllengefährt nicht wieder mit vollem Auffangkorb abgestorben ist. Ich schau in den Behälter und sehe - nichts. Na leiwand. Ich dreh mich um und schau mir die Wiese genauer an. War eh klar. Schön verteilt liegen Millionen von Grasbüscheln auf der g'mahten Wiesen. So ein Scheissdreck. Und so typisch.

Der Toni übernimmt wenig später diesen seltsamen Rasenmäher. Mit korrekt eingehängtem Korb rennt er vor und zurück und mäht die Wiese ab während ich mit dem Rechen die abgeschnittenen Grashalme zusammenfang. Kurz muss ich an die Dagi und ihre "Sennerin auf der Alm" - Geschichte denken und versetz mich in Gedanken selber auf irgendeine Alm. So geht es dahin, der Toni mäht und ich beseitige das Chaos. Bis die Lola aufwacht und der Toni zu ihr läuft.

Da packt mich die Kampfeslust von Neuem. Wäre doch gelacht. Ich starte den Rasenmäher mit EINEM gedrückten Bügel, um zu sehen, was passiert. Nix. Gut, also dann mit dem anderen. Ratter, ratter, ratter. Der Motor startet. Und der Mäher bleibt auf dem Fleck stehen. Super Carrie, eh früh drauf gekommen. Pff. Aber jetzt hab ich es drauf. Ich weiß, wie es geht. Auf zum Tannen-/Fichteneck. Kinderspiel. Ich lass mich zu den Nadeln ziehen und kurz bevor ich erneut Opfer der mehr oder weniger spitzen Nadeln werde, lass ich den Selbstfahrerbügel los und zieh den total sanft gewordenen Rasenmäher widerstandslos zu mir zurück. Yeah! Gewonnen! Sag ich ja, Rasenmähen macht Spaß!

Irgendwann geb ich dann doch wieder an den Toni ab. 600m2 sind doch a bissl mehr als 40. Leider hab ich dazwischen noch einmal den Auffangkorb entleert. Was mir keine Pause verschafft, sondern wieder eine Gedankenreise auf meine Alm, mit meinem Rechen in der Hand.

Am Ende lachen der Toni und ich über unser Erlebnis und die Gisi und der Paul freuen sich über die g'mahte Wiesen. Wären ja nicht wir, würde ein Rasenmäher nicht für eine Story herhalten können.

Schluss mit Blog. Schönen Abend.


Freitag, 15.06.2012, 20:41

Der Toni, die Lola und ich weilten vor Kurzem auf Mallorca. Eine Woche relaxen und erholen und einfach nur zu dritt sein. Wir hatten wunderschöne Tage. Aber natürlich nicht ohne diese gewissen Erinnerungen...

Die Lola ist eine brave Mitfliegerin. Den Start beim Hinflug verpasst sie schlafenderweise. Bei der Landung ist sie quietschvergnügt und ich bin selig. Gott sei Dank keine Ohrenschmerzen. Was hätt ich mit ihr mitgelitten. Aber - ois okay, nix is gschehn.
Als unser Flieger um zwei Uhr nachmittags in Palma aufsetzt, sind der Toni und ich guter Dinge. Bald sind wir im Hotel und dann gehts gleich an den Strand, der Lola die Welt zeigen. Wir suchen unseren Bus und finden ihn als eine der ersten. Ein kleiner Bus, da passen nicht viel Leute rein. Also werden wir bald losfahren. Ab ins Hotel. Ab an den Strand.

90 Minuten (ja, 90 Minuten später) setzt sich unser Dingelbus endlich in Bewegung Richtung Hotel. Die Lola ist zwar etwas rotbackig und leicht überdreht aber Gott sei Dank noch nicht richtig zickig.
Die Reisebegleiterin ratscht ihren Text ins Busmikrofon und lässt uns wissen, dass wir unser Hotel in rund 80 Minuten erreichen werden. Ich schau den Toni an. Der Toni schaut mich an. Ja, sag ich zum Toni, das kommt davon wenn man das Hotel ganz oben auf der Landkarte bucht, der Flughafen aber ganz unten gebaut wurde. Wir wären nicht die A's, müssten wir ob unserer Blauäugigkeit (im doppelten Sinne) und unseres Nichtnachdenkens nicht lachen.

Um 17 Uhr erreichen wir endlich, ENDLICH unser Hotel. Oder halt die Bushaltestelle auf der Hauptstraße weil der Bus nämlich nicht vorm Hotel halten darf. Voll bepackt mit 3 tollen Sachen, die einen Urlaub schöner machen, plus grantiger Lola im Kinderwagen, plus Wickeltasche und Fotoausrüstung geht es ein paar Meter weiter ins Hotel. Geschafft! Wir sind endlich da. Unser Urlaub beginnt.

Die Lola erinnert mich bei jedem Strandausflug an eine Babyschildkröte. So schnell es geht, voller Enthusiasmus und Neugier krabbelt sie Richtung Wasser. Ich ging fix davon aus, dass die Lola dem Meer zuerst skeptisch gegenüber ist. Aber von Scheu keine Spur. Je mehr Wellen, desto besser. Quietschend und lachend planscht sie herum und protestiert beim Einwickeln ins Badetuch.
Auch den Sand findet die Lola total spanndend. Nach rund zwei Tagen hat sie auch herausgefunden, dass man sich diesen nicht unbedingt in den Mund stecken muss und gräbt und wühlt begeistert mit dem Toni und mir darin herum.

Zwei Tage lang haben wir ein Mietauto und sehen wirklich wunderschöne Fleckerl auf dieser gar nicht so partywütigen Insel. Eigentlich hätte ich den kleinen Corsa über die Straßen jagen sollen - der Toni mag nicht so gerne im Ausland fahren. Aber nachdem nur derjenige den Wagen lenken darf, der die Kreditkarte zückt... ja. Muss der Toni fahren. Im Endeffekt eine kluge Entscheidung. Denn nachdem wir unseren Franz, also unser Navigationsgerät mit Franz-Beckenbauer-Stimme daheim vergessen haben und der Toni eine Orientierung wie ein Paradeiser hat, nimmt er das Steuer und ich die Landkarte in die Hand.
Am zweiten Tag gurken wir fast 2 Stunden über kurvenreiche und breitenarme Straßen und sehen wunderschöne Yachten, ein feines Bergdorf und die unendliche Weite des Meeres. Die Lola macht den Ausflug brav mit, die Zickereien nach vier Stunden Autofahrt gestehen der Toni und ich ihr durchaus zu. Ich bin unheimlich stolz auf den Toni, dass er das Auto so toll gelenkt hat.

Viel zu schnell vergehen die Tage und am Abreisetag wollen wir so gar nicht nach Hause. Ein bisschen genießen können wir den Tag noch. Erst am Abend gehts nach Hause und somit kommt der Bus auch erst spät am Nachmittag.

Um halb sieben erreichen wir endlich den Flughafen und begeben uns schnellen Schrittes zum Check-In. Während ich dem Schaltermenschen unsere Pässe in die Hand drücke, hievt der Toni den ersten Koffer auf die Gepäckwaage. Die Miene des Schaltermenschen verfinstert sich. "Too heavy, next please." bellt er und deutet auf den zweiten Koffer. "Too heavy." sagt er wieder. Der Toni und ich schauen deppert. Wie? Too heavy? Scheiß auf too heavy, der Lola ihr Koffer hat die Hälfte vom erlaubten Gewicht und unsere sind grad mal 1,5 und 2 Kilo drüber. Von den gesamten 66 Kilo sind wir weit entfernt. Der Schaltermensch erklärt irgendwas von "new rules" und "only 23 kilo one person, one piece" und dem Toni und mir verschlägt es das Englisch, so dass der Schaltermensch am Ende unserer Frage, ob wir denn das Übergewicht aufzahlen können, glaubt, dass wir ihn bestechen wollen.

Der Toni mit den drei Koffern und ich mit der Lola vorm Bauch hängend und den Kinderwagen schiebend, verziehen uns in ein Eck und fangen an umzupacken. Saftflaschen - wegschmeissen. Ein Kofferproblem ganz easy gelöst. Im zweiten Koffer findet sich aber nix zum Wegschmeissen. Dreckwäsche. Souvenirs. Schuhe. Gut. Dann müssen die Schuhe in der Lola ihren VOLLEN Koffer. Und der Lola ihr Koffer ist wirklich VOLL. Der Extrazipp ist schon offen und da soll jetzt noch was rein? Der Toni stopft drei Paar Schuhe in den Lolakoffer und als das ganze Ziehen und Quetschen nix mehr nützt, setz ich mich mit der Lola auf den Koffer während der Toni ächzend das Drecksding doch noch zu bekommt. Aber selbst der größte (oder in unserem Fall der kleinste) Koffer ist irgendwann mal so richtig voll und somit kommt der übriggebliebene Laufschuh vom Toni zu der Lola ihren Milchflaschen ins Handgepäck. Soll einer eine depperte Frage stellen wieso da nur ein Schuh in der Tasche liegt!!!

Der Schaltermensch lächelt zufrieden und checkt uns und unser Gepäck ein und nach einem wirklich schnellen Essen wegen magerer Aussicht auf ein gutes Dinner an Bord, gehts auch schon in den Flieger.
Die Lola ist megagrantig weil müde und brüllt noch vor dem Start den ganzen Flieger zusammen. Die allwissende Mitreisende hinter mir findet Fliegen mit Kleinkindern eine total bescheuerte Idee aber ich lass sie reden und denk mir meinen Teil. Als der Flieger in die Luft steigt, schläft die Lola selig auf mir und wacht bei der Landung erst wieder auf. Dumm gelaufen aber kann man nix machen, findet sie die hell erstrahlten Hallen total interessant und das Weiterschlafen in ihrer Bauchtrage weniger. Gut, denk ich mir, auch egal, im Auto vom SchwiePa Paul schläft sie sowieso gleich weiter.

Nach rund 25 Minuten beim Gepäckband stehend und auf unseren dritten Koffer wartend, stellt Belt Number 2 seinen Dienst ein. Der Toni und ich schauen wieder einmal deppert drein und mit uns ein paar andere Heimkommende. Wo ist unser Koffer? Und warum ist einer kaputt? Aufgerissen? Andere vermissen zwei Golfbags und wieder andere ihre sechs Fahrräder. Na klar, Fahrräder gehen ja auch schnell mal verloren. Pff.
Am Ende stellt sich heraus, dass unser Koffer noch in Palma ist. Die haben ihn vergessen. Wie die Golfbags. Und die Fahrräder. Wieso haben die uns dort nicht vergessen? Hätten wir kein Problem damit gehabt! Aber unseren Koffer? Na geeeh. Und dann auch noch den mit der Dreckwäsch. Und den Souvenirs. Kein Waschtag morgen. Die ganze Wochenplanung dahin. Aber dennoch müssen der Toni und ich grinsen. Wir wären nicht die A's, müssten wir ob dieser typischen Gschicht nicht lachen. Irgendwas muss es einfach immer noch zusätzlich zum erzählen geben.

Der Koffer kam übrigens zwei Tage später problemlos an. Wurde anstandslos geliefert. Und der kaputte wird abgeholt und repariert. Und wieder gebracht. Schön ist das.

Schluss mit Blog. Guten Abend.







Donnerstag, 17.05.2012, 21:55

Mitunter das Faszinierendste an so einem Babylein ist die Sprachentwicklung. Abgesehen davon, wie spannend es ist wenn sich aus primitiven Lauten allmählich ein Wort entwickelt, ist es genauso witzig der Lola zuzuhören. Manchmal treibt es den Toni und mich an den Rand des Wahnsinns. Und die Lola an den Rand der Verzweiflung.

Irgendwann beginnt die Lola munter drauf los zu plappern. Nanana. Bababa. Ma. Ma. Maaaa. Die Lola spielt sich mit den neuen Lauten in allen möglichen Varianten. Ab und zu kommt ein neuer Buchstabe hinzu. Was man mit einem R so alles machen kann. Milch gurgeln zum Beispiel. Macht auch viel mehr Spaß als nur Rrrr zu sagen.

Mit der Sprachentwicklung entwickelt sich auch die Motorik der kleinen Lolahände. Und plötzlich zeigt ein kleiner Zeigefinger auf alles, was begehrenswert erscheint. Da die Lola in ihrem Sprachrepertoire aber grad einmal bei „Da!“ angekommen ist, gestaltet sich die Suche nach dem DA zeitweise etwas schwierig.

Ich sitz mit der Lola am spärlich gedeckten Frühstückstisch. Mein Kaffee, ein Butterbrot, ein kleines Joghurt, der Trinkbecher von der Lola stehen bzw. liegen da herum. Nach dem ersten Löffel Joghurt erspäht die Lola etwas Interessantes. „Daa!“ Und schon zeigt der kleine Finger auf… ja. Auf was denn? Ich halte ihr ihren Trinkbecher entgegen. „Magst du etwas trinken?“ Die Lola mag nicht. „Daa!“ zeigt sie weiterhin auf das Objekt ihrer Begierde. Ich biete ihr also das Butterbrot an und fummle damit vor ihrem Mund herum. Die Lola ist wenig beeindruckt, presst die Lippen fest zusammen und weicht dem blöden Brot aus. „Daaaaaa!“
Während ich ihr erkläre, dass mein Kaffee ein absolutes Baby-NoGo ist, lässt sie mich merken, dass sie das Kaffeehäferl sowieso nicht haben will. „Daa! Daaaaaaa!“ Fast schon hysterisch teilt sich die Lola mit, den Finger starr in Richtung Dingsda gerichtet, während mir die Ohren zu klingeln beginnen ob des schrillen Tons. Ich dreh mich um und begutachte die restlichen Dinge auf dem Tisch. Ein Tischset. Ein kleiner Karton. Laminierfolien. Ein Spielzeugauto. Ein Löffel. Aaaah! Das Auto! Spielzeug. Na klar. Freudig strahlend nehm ich das Auto und geb es triumphierend der Lola in die Hand. Die Lola schaut mich an, nimmt das Auto entgegen – und schmeißt es in hohem Bogen über ihre Schulter. „Daaaaaaa!“ Ich bin ratlos. Und genervt. Ich sprech nun mal kein Lola. Die Lola ist mehr als ungeduldig und schier verzweifelt. Keine Ahnung was sie DAAAAAA haben will. Entmutigt greif ich zum Löffel und schau sie an. „Magst du den Löffel haben?“ frag ich die Daa-Sagerin emotionslos. „DA!“ Die Lola lacht mich und den Löffel an. Ihre kleinen Hände greifen sich das Metallding und fuchteln damit in der Luft herum. „Doudoudoudou.“ erklärt sie mir und wirkt mit einem Mal rundum zufrieden. Wahnsinn. Ein Löffel.

Mittlerweile bin ich der lolaischen Sprache ein klein bisschen mächtig.
DAA – Ich will das haben.
DA – richtig, das will ich.
Das Gute daran ist, dass ich die Lola mittlerweile einfach fragen kann ob sie dieses oder jenes mag. Ich muss ihr nicht alles in die Hand drücken, ich muss nur drauf zeigen und fragen. Ist die Antwort „Daa“ meint sie etwas anderes. Ein einfaches und kurzes „Da“ entlarvt das gesuchte Teil.
Auch die Silbe Ba versteh ich mittlerweile schon als Papa, Baba oder Ball. Sie sehen, es geht aufwärts mit der Kommunikation.

Momentan erklärt die Lola dem Toni und mir gerne „Gaunbaggn“ und „Rundarundarunda“. Ich habe keine Ahnung, was diese Wörter zu bedeuten haben. Und noch zeigt die Lola nicht mit dem Finger auf etwas und bekommt kurz darauf einen hysterischen Anfall weil wir auf den oder das Gaunbaggn nicht draufkommen. Ich bin gespannt, als was sich Gaunbaggn herausstellt. Und auf die vielen lustigen und interessanten Wortkreationen unserer kleinen Fremdsprachlerin.

Schluss mit Blog. Guten Abend.


Dienstag, 01.05.2012, 11:00

Voriges Jahr, so um die gleiche Zeit, wach ich in der Nacht auf. Wahrscheinlich war ich was trinken. Oder am Klo. Die Lola war ja schon fast lieferfertig. Nächtliches aufwachen also durchaus nicht selten.
Später lieg wach im Bett und vernehme plötzlich Vogelgezwitscher. Ich bin leicht irritiert. Vogelgezwitscher? Mitten in der Nacht? Kenn ich nicht. Amsel, Drossel, Fink und Star schlafen doch noch. Aber schön klingt das. Sehr schön sogar. Und langsam treibt mich der Gesang auch wieder in den Schlaf.

Am nächsten Tag will ich es natürlich genau wissen. Was singt denn da? Stunden vor Sonnenaufgang. Master Google kennt auf „Vogelgezwitscher in der Nacht“ natürlich Antworten ohne Ende. Einstimmig. Es ist die Nachtigall. Gut, ganz doofi bin ich auch nicht. Natürlich kenn ich eine Nachtigall. Aber dass die ein heimischer Vogel ist… an dem Schultag hab ich offensichtlich geschwänzt. Die Nachtigall war bis dato für mich eher ein Filmvogel. Weil wohnhaft in Afrika. Oder in Südamerika. Nicht bei uns. Am Marchfeldkanal.
Ich informier mich weiter über das kleine Federvieh. Der nächtliche Singsang ist männlicher Natur. Untertags gilt es eher der Revierbegrenzung. Aber in der Nacht – da wird im Zeichen der Liebe gesungen! Der Singlenachtigallmann auf der Suche nach DER Partnerin. Also trällern, was die Kehle hergibt. Und die gibt einiges her. 120 bis 260 verschieden Strophentypen kann der Sperling singen. Abwechslung ohne Ende. Welche Frau steht da nicht drauf? Ich hoffe für den Piepmatz, dass er bald seine große Saisonliebe findet. Mit so einem schönen Gesang schafft er das sicher bald.

Ende Mai singt Mr. Nightingale immer noch Nacht für Nacht. Das Internet hat mir verraten, dass ab Mitte Mai nur noch die singen, die einfach keine Partnerin finden. Mei, der Arme! denk ich mir. Muss der hässlich sein wenn den keine will. Schönheit kommt wohl doch nicht von innen. Oder aus tiefster Kehle.
Vor meinem geistigen Auge seh ich ihn. Klein geraten, nur 10 statt der durchschnittlichen 16,5 Zentimeter, wahrscheinlich deshalb zu dick und kleine Warzen auf dem kleinen Humpelbeinchen, das andere hat er im Kampf verloren. Armer, armer kleiner Vogel.
Irgendwann hat er es wohl aufgegeben, sich seinem Schicksal ergeben und aufgehört zu singen. Möglicherweise hat er Halsweh bekommen vom überlangen Singen. „Scheiß auf die Weiber!“ hat er sich vielleicht gedacht. Oder es hat sich doch noch eine kleine, ebenfalls missratene Lady in ihn verliebt, mit der er einen schönen Sommer verbringen und weniger attraktive Nachzügler zeugen darf.

Seit einigen Tagen ist er wieder da, mein Nachtigallsingle. Fast hab ich die Hoffnung schon aufgegeben. Gedacht, dass er dieses Jahr ein ganz hinreißendes und süßes Nachtigallmädel aufgerissen hat, die auf die inneren Werte schaut.
Nacht für Nacht singt er wunderschöne Lieder, zwitschert bis zur Ablösung durch die Amseln. Verschlaf ich die ganze Nacht weil die Lola auch mal durchschläft, ärger ich mich fast ein wenig. Weil nächste Nacht könnt er ja schon sein Glück gefunden und das Singen eingestellt haben.
Ich wünsch Mr. Nightingale wirklich ganz, ganz viel Glück bei der heurigen Partnersuche. Wobei er mir fehlen wird wenn die Nacht dann wieder still ist. Bis nächstes Jahr.

Schluß mit Blog. Guten Tag.


Sonntag, 22.04.2012, 20:20

Ein bissl deppert muss ich ja wohl sein. Nicht nur, dass ich der Lola ihre Breischüsserl farblich sortier. Oder dass das Klopapier immer die gleiche Abrollrichtung haben muss. Oder niemand außer mir die nasse Wäsche aufhängen darf. Ich sammel auch noch leidenschaftlich gerne Probepackerl. Gesichtscremen. Shampoos. Make Up. Solche Sachen. Jede Zeitschrift, die ich in die Hände bekomm, wird zuallererst nach den kleinen Viereckerl durchsucht. Find ich dann eine Gratisprobe, freu ich mich. Befindet sich in dem Heftl gar eine zweite (oder dritte!!) bin ich sowieso im siebten Gratisprobenhimmel.
Mei, was ist das schön! Und zu was man da alles kommt! Gesichtscremen von Chanel. Make Up von Dior. Herrlich. Sowas Tolles!

Das Blöde aber an der Gschicht ist, dass ich keine der Gratisproben sinngemäß verwende. Soll heißen: sammeln ja, probieren nein. Weil nämlich... schmier ich mir die wunderbar exklusive "Konturpflege für eine spektakuläre Ausstrahlung" von Chanel nun ins Gesicht - ist sie weg. Aufgebraucht. Nicht mehr zu probieren! Das geht doch nicht! Da hab ich einmal 3 Milliliter Faltenkiller von Chanel daheim und dann soll ich mir den ins Gesicht schmieren?! Na, aber wirklich nicht!
Also fristet mein kleines, silber Chanelproberl sein Dasein in einem von drei Probenkulturtaschen. Jaaa, drei sind es. Gar nicht kleine. Im Gegenteil. Eher große.
Wenn man nämlich unentwegt, über einen längeren Zeitraum, jedes Probepackerl hortet, kommt da ordentlich was zusammen. Und so mach ich mich beim letzten Badezimmerschrank ausmisten daran und inventiere alle meine gratis Schönmacher. Am Ende staune ich über das Ergebnis - und über meinen Sammel- und Aufbewahrungstick.

36x Make Up
2x Lippenstift
5x Augenpflege
2x Sonnenschutz
69x Gesichtscreme (davon schon 2!!! von Chanel, Wahnsinn!)
1x Blasenpflaster
5x Fußcreme
5x Duschgel
21x Shampoo
7x Haarbalsam
3x Haargel
3x Handcreme
33x Bodylotion
1x Handseife
3x Lippenpflege
3x Make Up Entferner
3x Gesichtswaschgel
7x Slipeinlagen
2x Taschentücher
11x Parfümproben (4 flache aus den Heftln, 7 aus der Parfümerie)

Alles in allem, stolze 222 Proberl. Zugegeben, bei manchen hab ich mich schon gefragt... ich mein, wieso heb ich denn Taschentücher auf? Sind weder von Chanel, noch von Dior. Taschentücher halt. Die 4 flachen Parfümproben, die man nur aufreißen kann um dann daran zu riechen - so ein Schmarrn! Und die Make Up Entfernertücher hätt ich auch schon lange mal probieren können. Wobei - dann hab ich sie verbraucht und wieder nur die billigen daheim. Obwohl es ghupft wie ghatscht ist. Ich würd die teuren sowieso nicht kaufen. Schminken ja die und die ab. Also... aber trotzdem. Warum ich 7 Slipeinlagen aufheb und nicht einfach aufs Klo zu den anderen leg UM SIE ZU VERWENDEN... pff. Keine Ahnung. Sag ich ja, ein bissl deppert bin ich wohl.

Um diesem Wahnsinn ein Ende zu bereiten, hau ich meinem inneren, dem Sammelwahn verfallenen Schweinehund, in die Goschn. Der kann mich mal. Gleich heute, hier und jetzt fang ich an - ich brauch meine Proben auf. Sukzessiv. Step by step. Um ein eindeutiges Zeichen zu setzen, muss als erstes das Dior Make Up dran glauben (also bitte, ein bissl Zeit müssen's mir und meinen Chanelcremchen schon noch lassen!).
Ich drück das teure Make Up in seiner Verpackung ordentlich durch. Keine Ahnung, wie lange das schon auf seinen Einsatz wartet. Ein Jahr? Oder zwei? Vielleicht ist es auch schon eingetrocknet und ich kann es als Puder verwenden? Nein, ich habe Glück. Geschmeidig fließt es auf meine Finger und verteilt sich prima auf meinem Gesicht. Jetzt hab ich Dior im Gesicht. Ein Wahnsinn! Schöner bin ich deshalb nicht aber immerhin - einmal hab ich Dior Make Up geschmiert. Ich hab es also geschafft. Ich hab ein Proberl verwendet. PROBIERT: Und es hat gar nicht weh getan.
In den Urlaub nehm ich dann einfach sämtliche Shampoos, Bodylotions und Gesichtscremen mit, die den Toni und mich für eine Woche versorgen sollen. Spart Platz und Gewicht, und was sind schon ein paar Proberl weniger von 222? Pff... eben. Guter Plan.

Am Abend sortier ich meine alten Zeitschriften aus, die die Lola immer genüßlich in 1000 Fetzen reißt. Die Heftln ausm 2010er brauch ich ja nun wirklich nimmer. Also noch einmal durchblättern - nicht wegen der Gratisdinger, wegen Schmink- und Stylingtips oder Kochrezepten!
Da fallen mir ein paar Ende 2011/Anfang 2012 Ausgaben in die Hände. Hmm, knistert verdächtig.. da werden doch wohl nicht??? Hab ich die tatsächlich vergessen? Mah, trallallaaa! Fast wird mir ein bisserl schwummrig und gleichzeitig muss ich lachen. Insgesamt 9 neue Proberl rascheln nach ein paar Minuten in meinen Händen. Gesichtscremen, Make Up, Bodylotion, Duschgel. Alles da. Bereit zum jahrelangen lagern in einem meiner Kulturbeutel. Oder zum verwenden. Mal schauen.
Ich schätze, ich werd sie verwenden. Weil von 230 Proberl kann man ja nun wirklich 10 oder 20... oder auch 100 PROBIEREN.

Nur meine Chanelpackerl. Ich glaub, das bring ich nicht übers Herz. Die bleiben da, wo sie sind. Da hat es sich AUSprobiert.

Schluss mit Blog. Guten Abend.


Samstag, 07.04.2012, 19:46

Gleich mal vorweg: Liebe Elli, ich hab es kapiert. Kein Solarium. Kein Nagellack. Jetzt nicht. Und auch nicht zur Hochzeit. Obwohl, so ein bissl Nudelack... Nein, im Ernst. Keine Nagellackdiskussionen mehr. Versprochen. Bussi.

Ich persönlich lackier mir die Nägel ja sehr gern. Die Zehennägel lieber als die Fingernägel. Meine Fingernägel sind so weich. Und brüchig. Verbiegen sich so komisch. Deshalb ist das Fingernägellackieren immer sowas kurzfristiges. Am nächsten Tag reißt mir meistens einer ein. Und dann ärger ich mich. Oder der Lack geht ab. Weil ich mit irgendwas drüber schramme. Das ärgert mich dann noch mehr. Aber trotzdem. Für einen kurzen Zeitraum wirken meine Würstelfinger länger und zarter. Schön ist das.
Für die Zehen gibts ja ganz tolle Lacke. Extra Zehennägellacke. Die sind super! Viel dickflüssiger. Und deckender. Und haltbarer. Ich bin begeistert. Damit wirken meine unterschiedlich geformten Zehennägel etwas gleichförmiger. Kann man ja auch gut schummeln, mit so einem Lack. Jedenfalls hab ich eine kleine bunte Sammlung an Nagellacken daheim. Von signalrot bis bordeauxrot über gelb bis hin zu... gut, der Rest ist sich ähnlich. Braun in allen Tönen. Ich liebe braun. Und Nudelacke. Die liebe ich auch.

Überhaupt liebe ich ja Make Up generell. Ich hab so ziemlich alles daheim. Und von dem Alles alles in mehrfacher Ausführung. Eh klar. Für was gibt es Lidschatten in zig Farben? Oder Rouge? Oder Lippenstifte?
Und abgesehen von den Farben - wieso nur eine Mascara? Woher soll ich wissen, ob ich die extradicken Volumenwimpern von heute morgen auch haben mag? Vielleicht will ich dann extralange elfenhafte Wimpern. Oder vielleicht brauch ich morgen wasserfeste Wimpern. Weil wer geht denn bitte ohne getuschte Wimpern ins Schwimmbad? Also, wirklich...

Gut, in meinem Besitz befinden sich also geschätzte fünf Mascaras. Plus eine Wimpernzange. Grundaustattung.
Beim Lidschatten... hmm. Ich hab wirklich viele. Nicht zehn. Oder zwanzig. Meine Grundausstattung besteht ja schon aus 23 kleinen Farbdöschen. Weil nur weil ich heute braun und rosa trag, heißt das nicht, dass ich morgen... und so. Sie verstehen. Und braun ist ja auch nicht braun. 4 von 23 sind schon mal in braun gehalten. Mit rosa und beige und grau verhält es sich ähnlich. Darunter mischen sich dann noch Blau. Gelb. Apricot. Schwarz. Solche Farben eben.
In meinem Archiv befinden sich nochmal so viele Eyeshadows. Oder doppelt so viele. Keine Ahnung. Irgendwann brauch ich die immer. Dann bin ich froh, dass ich sie noch hab. Weil genau DAS braun brauch ich jetzt.
Lidschatten ist halt das AllerallerALLERBESTE! Mit dem kann man soviel zaubern. Und es gibt so tolle Tutorials auf youtube. Ach, Wahnsinn!

Lippenstifte hab ich dafür weniger. Zehn oder so. Nicht mehr. Und ein paar Lipgloss. Eigentlich mag ich roten Lippenstift. Zum richtigen Make Up, zum richtigen Anlass. Genial! Leider schau ich mit roten Lippen aus wie ein Volltrottel. Somit beschränke ich mich auf Nudefarben. Beige. Zartes Rosa. Passt schon. Und der Toni schaut auch nicht ganz so dämlich aus wenn ich ihn abschmus'. Trotzdem. Einen roten Lippenstift hab ich. Und den probier ich immer wieder. Weil wer weiß - vielleicht passt er mir ja plötzlich doch. Genau... pff.

Der Rest meines Make Up Imperiums besteht aus bescheidenen Zahlen. Ein Make Up. Ein Concealer. Drei Puder. Guuut, zehn Eyeliner. Aber das ist ja jetzt auch nicht übermässig. Vier flüssige. Sechs feste. Schwarz. Braun. Anderes Braun. Noch ein anderes braun. Weiß. Braucht frau eben. Zwei Augenbrauenstifte. Ein Augenbrauenpuder. Und das ist zweifärbig. Hehe, Strike. Ein paar Lippenkonturenstifte. Und vier Rouge. In vier Farben. Logisch. Weil wie schaut hellrosa Rouge zu blauem Lidschatten aus??? Eben...

Morgen ist Familientreffen. Da kann ich mich wieder ein bissl aufbrezeln. Aus meinen unzähligen Lidschattenfarben wählen. Mir überlegen, welchen Ausdruck ich meinen Wimpern verleihe. Ups, da sehe ich ja - meine Fingernägel gehören noch lackiert. Also dann...

Schluss mit Blog. Frohe Ostern.


Montag, 26.03.2012, 21:43

Vor einiger Zeit fassen die Elli und ich einen Entschluß. Ran an die Kilos! Weg mit dem Postbabyspeck! Was vorher da war - flacher Bauch, straffe Haut, Knackarsch - muss wieder her. Sooo schwer kann das ja nicht sein. Und noch dazu - die Elli heiratet im Juni. Der Toni und ich fliegen bald fort. Italien im Spätsommer steht auch noch an. Die Zeit arbeitet nicht wirklich für uns. Somit heißt es - weg mit dem Zucker. Von nun an steht ganz oben auf der Ernährungsliste: Eiweiss. Kohlenhydrate? Fehlanzeige. Ja, in der Früh vielleicht. Ganz ohne geht ja auch nicht. Aber sonst? Nei-heiiiin! Und schon gar nicht die guten, im Sinne von leckeren Kohlenhydrate. Palatschinken. Kuchen. French Toast. Baba, schönes Leben. Buhuhuuu.

Dann suchen die Elli und ich eine sportive Beschäftigung. Crosstraining daheim alleine reicht nicht. Und wird auch schnell fad. Die Elli ist für Zumba. Das wär' doch was. Fatburning pur. Tanzen. Sehr genial.
Der Toni erzählt uns von seiner Kollegin, der Gerti Hauser. Die ist in einem Verein mit Zumba und vielen anderen Angeboten. Fatburning, BBP, Pilates und und und. Klingt gut. Und ist günstig. Nur der Name macht die Elli ein bissl stutzig. Verein der aktiven Frauen. Ob wir da rein passen? Klingt nach Hausfrauenklub. 50 Plus. Das ist genau unseres, sag ich zur Elli. Keine zaundürren Tussen. Keine Snobs. Niemand, der unseren harten Kampf belustigt beobachtet.

Ein paar Tage drauf schnuppern wir rein. Tatsächlich. Ein bissl hausfrauenlastig. Aber eher 40 Plus. Oder 35 Plus. Also eh net so schlimm. Step Basic und Zumba stehen am Programm. Macht Spass. Sehr sogar. Die Sissi - die Vereinsgründerin - eine ganz Liebe. Und Lustige. Wir werden Mitglieder. Jetzt sind auch die Elli und ich aktive Frauen.
Die Elli und ich bemühen uns wirklich. Spornen uns gegenseitig an. Unterstützen uns. BBP. Pilates. Zumba. Step Basic. Zumba. Fatburning. Flexibar. Power Cocktail. Zumba. Bodystyling. Zumba. Ja, Zumba tanzen die Elli und ich wirklich viel. Weil es Spass macht. Und tatsächlich hilft.

Sicher, es gibt auch SOLCHE Kurse. Die harten. Die gschissernen. BBP. Wah! So ein Scheiss! Davonrennen mag ich. Krank sein. Zur Salzsäule erstarren. Irgendwas. Nur nicht Bauch-Bein-Po! Okay, Bein und Po sind okay. Meine Paradedisziplin. Das mach ich wirklich gern. Ohne Probleme. Der Schmerz ist angenehm. Zum aushalten. Aber Bauch? BAUCH? Bitte net! Das tut sowas von weh! Und ist sowas von zach! Ich hab Bauch trainieren immer schon gehasst. Und immer schon nicht gepackt. Na wirklich, geschenkt!
Heißt aber nicht, dass ich nicht mitmach. Von nix kommt nix. Also mach ich brav diese depperten Sit-Ups. Mein Bauch wird hart. Und härter. Schmerzt. Und tut dann höllisch weh. Der Feldwebel unter den Trainerinnen, die Silvia*, kennt keine Gnade. Noch aaaacht, schreit sie! Hahaha. Acht. Der war gut."Siebeeen! Sechs! Fünf! Noch viiiiiiieaaaa! Drei! Und zwei!" Aaaaah. Gott sei Dank!! Aber die Silvia wäre nicht die Silvia - "Da gehen noch aaaaacht!"
Na!! Aber sicher net! Ich mach mich lang und scheiss drauf. Schau an die Decke und warte. Bis der Schmerz verschwindet. Mein armes Bauchi. Mein armes Ich. Irgendwann mach ich weiter. So gut es geht. So viel es geht. Besser als nix. Und immer schön langsam mit den bauchmuskelschwachen Pferden.

Wo ich mit den Bauchübungen schwächel, ist die Elli mit den Beinübungen am verzweifeln. Die Arme! Ich kann sie so gut verstehen. Wenn was weh tut. Wenn man was hasst. Die Elli ist tapfer. Beißt sich durch. Im wahrsten Sinne. Regelmässig seh ich sie mit ihrem Handtuch zwischen den Zähnen. Wenn es ganz schlimm wird für die Elli schimpft sie auch noch. Aber wie. Da bekomm ich rote Ohren. Das heißt was. Weil ich bin der Rohrspatz. Eigentlich. Aber die Elli sagt da auf einmal Wörter... na serwas. Manchmal gibt auch die Elli w.o. Aber im Endeffekt werden wir beide immer besser. Und ausdauernder. Ich bin richtig stolz auf uns. Weil wir regelmässig turnen. Brav essen. Uns unserem Ziel nähern. Langsam. Aber stetig.

Vielleicht werden die Elli und ich nie mehr so wie vor der Lucy und der Lola. Vielleicht doch. Das wage ich noch nicht zu sagen. Aber wir tun was. Und tun es gerne. Verfolgen unser (gemeinsames) Ziel konsequent. Und haben selbst bei so furchtbaren Stunden wie BBP unseren Spaß. Und das ist das Wichtigste. Sonst wäre es nur halb so schön.
Und auch der Verein der aktiven Frauen ist ein Volltreffer. Die vermeintlichen Hausfrauen sind a gmiatliche Partie. Mit den selben Problemzönchen. Mit dem selben Ziel.
Am Ende des Tages leg ich mich stolz und zufrieden in mein Bett. Und wenn ich den Muskelkater spür, freu ich mich. Weil der ganze Scheiss doch nicht umsonst ist.

*) Die Silvia übrigens ist wirklich ein Feldwebel. In der ersten Stunde hab ich fast Angst vor ihr gehabt. Wie die geschrien hat! Und kommandiert! Und das ohne Megafon. Wahnsinn! Aber von Stunde zu Stunde wurde sie mir sympathischer. Am liebsten hab ich Training mit ihr. Weil sie es schafft, zu motivieren. Weil sie einen mitreißt. Anspornt. Witzig ist. Und weil sie schöne Oberarme hat.

Schluss mit Blog. Guten Abend!


Sonntag, 11.03.2012, 18:56

Am Samstag kündigt sich hoher Besuch an. Mein Papa besucht den Toni, die Lola und mich. Der Big Boss bringt etwas Kleines mit. Etwas sehr Kleines. Seine neue Freundin. Die Betty aus Linz.
Mein Papa ist groß. 186 Zentimeter misst er. Die Betty ist klein. 145 Zentimeter. Witzig schaut das, als ich den beiden die Türe öffne. Der Big Boss freut sich so dass er die Lola wiedersieht. Die Lola freut sich überhaupt nicht. Sie schaut den Opapa mit großen Augen an. Und brüllt drauf los. So lange hat die Lola den Opapa nimmer gesehen. Zu lange.

Im Wohnzimmer spielt die Lola vor sich hin und lernt den Opapa neu und die Betty generell kennen. Beim gemütlichen Zusammensitzen lernen auch der Toni und ich die Betty kennen. Herzig schaut sie aus. So winzig. Mein Papa kann sie fast in die Hosentasche stecken. Ein bissl schüchtern rutscht die Betty auf der Couch hin und her. Verständlich.
Der Papa schnappt sich den Toni und vertschüsst sich mit ihm auf den Balkon. Zur Unterhaltung bei seiner Tschick. Die Betty und ich sitzen da und ich komm ein bissl ins schwitzen. Weil ich die Betty ja nicht kenn. Nicht weiß, was ich reden soll. Sowas liegt mir gar nicht. Also frag ich sie, wieviele Kinder sie denn hat. Ich glaub, der Papa hat mal was von drei erzählt. Sieben, sagt die Betty. "Na serwas" sag und "bist deppert" denk ich mir und reiß die Augen auf. Soviele Kinder! Aber die Betty wollte immer eine Fussballmannschaft haben. Fast hat sie diese auch bekommen. Die Betty erzählt von ihren sieben Kindern und von den sechs Enkerl. Ich hör verwundert und gebannt zu. Wahnsinn! Der Toni kann sich fast kein zweites vorstellen und ich nie und nimmer ein drittes Babylein. Und die Betty hat gleich sieben davon großgezogen. Betty und die sieben Zwerge. Oder - Betty und die sieben Riesen? Weil die Betty ist ja so eine Mini.

Wie der Toni später die Lola ins Bett bringt, schaut die Betty etwas überrascht. Ob wir denn immer bei ihr bleiben bis sie schläft. Und dass sie sich das nie angefangen hätte. Gut, die Betty ist eine andere Generation. Und von der stellen doch einige den Toni und meine Erziehung infrage. Just wörscht.

Später will der Big Boss für seine Betty ein Betttablett haben. Ob ich sowas für ihn bestellen kann. Weil Big Boss und Internet - no way. Mein Papa glaubt ja schon, dass die ganzen Webseiten in seinem PC wohnen. Und er sie woanders nicht aufrufen kann. Ehrlich! Ich such also dieses Tablett und frag nach der Betty ihrer Adresse. Blablabla 143, sagt sie. 143. Und die Türnummer? Die Betty schaut mich mit großen Augen an. Und überlegt. Keine Türnummer. Nur 143. Jetzt bin ich am staunen. Weil die Betty in einem Wohnhaus wohnt. Mit einigen Wohnungen. Und sie hat keine Türnummer. ?? Ob die Post denn weiß, wo die Briefe hinmüssen, frag ich sie. Ja sicher, sagt sie. Blablabla 143, Hofstädter. Aha, nach Namen geht das also. Aber was steht denn auf ihrem Meldezettel? Nix. Nur 143. Dann überlegt die Betty aber doch. Hmm, muss wohl Tür 2 sein, weil die Hausmeisterin ist die erste Tür und dann komm ich, erklärt sie mir. Die Betty fragt, wie das bei uns ist. Ich sag ihr unsere Adresse - Blablabla 192/2/6. Die Betty verfällt halb und kann es kaum glauben. Soviele Zahlen und Striche. Wahnsinn! Vor meinem geistigen Auge entsteht ein Bild aus Ufos und Aliens. Wien, wir haben Kontakt! Zwei Welten treffen aufeinander. Ich muss grinsen. Sehr genial.

Die Betty hat Linz nie verlassen. Einmal war sie in Schönbrunn. Aber sonst. Nö. Kein Wien. Kein Woanders. Geflogen ist sie auch noch nie. Ich staune.
Mein Papa erklärt ihr, wie sie zum Bahnhof fahren. Zuerst mit der Bim. Dann mit der U. Gebracht hat sie nämlich meine Tante mit dem Auto. Also erwartet die Betty noch einiges. Dass man umsteigen muss um vom Stadtrand zum Westbahnhof zu kommen. Das überrascht sie. Und mich überrascht, dass sie sogar das überrascht. Oder dass man den Fahrschein IN der Bim kauft. Weil in Linz kauft man die VOR der Bim. Also im Wartehäusl. Das überrascht mich nicht. Weil ich kenn Linz. Aber die Betty - ein bissl tut sie mir leid. Kulturschock auf 1,45.

Gerade hat der Toni einen Anruf bekommen. Der Big Boss und die Betty sind gut in Linz angekommen. Der Betty hat es gefallen. Sie will wieder kommen. Schön. Und dann zeigen wir der Betty noch aufregendere Sachen aus und in Wien.

Schluss mit Blog. Guten Abend.